Wie alle großen Männer, die auf die Not der Zeit eine hilfreiche Antwort zu geben wussten, führte Pfarrer Kaiser das, was er einmal als richtig erkannt hatte, konsequent durch. In reichem Maße hatte er die Einsamkeit eines Pioniers durchlitten, der sich für Gottes Ordnung einsetzte. Von allen Freunden verlassen, vom Bischof mit Rede- und Schreibverbot belegt, ist Pfarrer Kaiser seinem Gottes-Auftrag immer treu geblieben: Denen zu helfen, die es am nötigsten hatten wie der Samariter im Evangelium.
Lebenslauf
- * 25.11.1885
- Geboren in Binzgen im Schwarzwald.
- 1907-1910
- Fortsetzung der gymnasialen Ausbildung und Abitur am Erzbischöflichen Gymnasialkonvikt Rastatt.
- 1914
- Priesterweihe und erste Stelle in Bonndorf im Schwarzwald.
- 1914-1918
- Sanitäter und Divisionspfarrer.
- 1919-1921
- Kaplan in Karlsruhe und Baden-Baden.
- 1922-1926
- Kaplan in Gengenbach.
Gründung des ersten Samariter-Werkes.
- 1927
- Pfarrer in Volkertshausen.
- 1928
- Eröffnung eines Reformhauses.
- 1929
- Gründung der Samariter-Schwesternschaft.
Bau des ersten Pflegeheimes in Volkertshausen.
- 1930
- Erwerb des Riesenbühl bei Volkertshausen.
Gründung des Samariter-Heimes Hessental im Spessart.
- 1930-1936
- Bau eines vegetarischen Erholungsheimes mit mehreren Gebäuden, landwirtschaftlicher Musterbetrieb, der Samariter-Kapelle zum Heiligen Geist in Volkertshausen.
Gründung des Samariter-Heimes „Auf Linden“ in Möhringen/Tuttlingen.
Gründung des Samariter-Heimes Attendorfberg bei Graz.
- 1934
- Beurlaubung vom Seelsorgedienst unter Verzicht auf Gehalt und Pension, um ganz für das Samariter-Werk arbeiten zu können.
- † 14.07.1971
- Gestorben in Volkertshausen.
Beisetzung in der Krypta der Samariter-Kapelle in Volkertshausen.